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PRESSEMITTEILUNG zum Welt-AIDS-Tag 2016

Die AIDS-Hilfe Duisburg / Kreis Wesel und ihre Kooperationspartner, benötigen weiterhin Ihre Unterstützung, um gegen das Vergessen, gegen Entwarnung und Gleichgültigkeit und gegen Angst und Ausgrenzung gegenüber HIV, AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu wirken, denn nur Gemeinsam können wir noch mehr erreichen:

Welt-AIDS-Tag: Weniger Diskriminierung – Mehr Prävention!
Mit HIV kann man leben. Mit Ablehnung nicht.

 „Mit erfolgreicher Präventionsarbeit und hochwertiger Behandlung haben wir es erreicht, dass Deutschland zu den Ländern mit den niedrigsten HIV-Neuinfektionsraten in Europa gehört. Wir dürfen jedoch nicht nachlassen, die Krankheit weiter zu bekämpfen und über Risiken aufzuklären. Zugleich ist es wichtig, dass wir alle gemeinsam entschlossen gegen Ausgrenzung und Ablehnung von HIV-infizierten Menschen vorgehen. Denn es ist höchste Zeit, dass Vorurteile im Umgang mit HIV-positiven Menschen der Vergangenheit angehören“, erklärte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe jüngst zum Auftakt der diesjährigen Welt-AIDS-Tags-Kampagne.

Damit hat der Bundesgesundheitsminister die wichtigsten Parameter benannt, die zum Ziel der Senkung der Neuinfektionen von Bedeutung sind:
•    Ein gesellschaftliches Klima der Akzeptanz und Toleranz gegenüber Menschen mit HIV und AIDS, ein Klima der Entspannung.
•    Die weitere Etablierung und Stärkung der Präventionsinfrastruktur, insbesondere für die von HIV besonders betroffenen Gruppen, denn Prävention wirkt, wie die Daten des Robert-Koch-Instituts belegen.
•    Eine flächendeckende HIV-fachärztliche und medizinisch-pflegerische Versorgung,
•    Gut erreichbare und niedrigschwellige Beratungs- und Testangebote und Betreuungsstrukturen.

„Aber all das sehen wir in unserem Zuständigkeitsgebiet als akut gefährdet an“, mahnt Peter Külpmann, Vorstandsvorsitzender der AIDS-Hilfe Duisburg / Kreis Wesel e.V. und fordert, „den Sonntagsreden auch von Seiten der politischen und administrativen Entscheidungsträger Taten folgen zu lassen!“

„Der Umgang mit HIV in unserer Region ist immer noch häufig von Unsicherheit und Angst geprägt. Die daraus resultierende Diskriminierung von Menschen mit HIV schadet den Betroffenen und hält Menschen vom HIV-Test ab. Und das ist fatal, denn nur bei frühen Diagnosen greifen die sehr guten heutigen Behandlungsoptionen und die daraus resultierenden Effekte für die Senkung der Neuinfektionen“, erläutert die Vorstandsfrau der AIDS-Hilfe, Silke Stützel.

Um das zu transportieren werden zielgerichtete und qualifizierte Präventionsmaßnahmen benötigt, welche durch die AIDS-Hilfe in speziellen Zielgruppen und durch den öffentlichen Gesundheitsdienst für die Allgemeinbevölkerung angeboten werden müssen. „Diese Strukturen und die damit verbundenen Angebote schrumpfen allerdings immer mehr, vor allem wegen der Unterfinanzierung durch die öffentliche Hand. Und die Folgen werden teurer“, beklagt Vorständler, Thomas Hilgers, die Kurzsichtigkeit der „Sparmaßnahmen“.

„Auch die medizinische Versorgungslage in unserer Region macht uns Sorgen, steht für die gesamte Region der Stadt Duisburg und des Kreises Wesel doch nur noch ein niedergelassener HIV-Schwerpunktbehandler vor Ort zur Verfügung“, ergänzt die vierte Vorstandskraft der AIDS-Hilfe, Daniela Niemczyk. „Viele der gut 1000 Menschen mit HIV müssen so in weiter entfernte Zentren ausweichen“.

Wer Neuinfektionen senken will, muss die wirksamen Präventionsmittel verfügbar machen und kommunizieren! Und die Instrumente sind da! So richtet die AIDS-Hilfe Duisburg / Kreis Wesel ihr Augenmerk auf die immer komplexer werdenden Präventionsstrategien. „Andere, neben dem Kondom wirksame Möglichkeiten wie `Schutz durch Therapie´ und die sog. `Präexpositionsprophylaxe´(PrEP) bedürfen allerdings einer differenzierten Vermittlung und individueller Beratung, die wiederum personelle Fachkraftressourcen erfordert“, deutet Dietmar Heyde, Geschäftsführer der AIDS-Hilfe, auf neue inhaltliche Herausforderungen und Chancen hin.
 
Wir können mehr! Und wir wollen mehr! – GEMEINSAM GEGEN AIDS!

Adresse

Beratungsstelle Duisburg:
Bismarckstr. 67
47057 Duisburg

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