17. Fachtagung Arbeitskreis Prävention Duisburg am 19.06.2018

"Gender TÜV – Geschlechterrollen auf dem Prüfstand".
Die 17. Fachtagung des AK Prävention befasst sich mit unterschiedlichen geschlechtlichen Identitäten sowie mit der Frage danach, ob Pädagogik einen „Gender TÜV“ benötigt und wie das Thema „Geschlecht“ in der Arbeit umgesetzt werden kann.

Die Kategorie „Geschlecht“ verliert in individualisierten Gesellschaften zunehmend an Eindeutigkeit: Dennoch scheint es oftmals von großer Bedeutung zu sein, was „richtiges“ weibliches oder männliches Verhalten ist, wer als „echte“ Frau oder Mann zu gelten hat.

Die Frage nach „Geschlecht“ und die damit zusammenhängenden Unsicherheiten zeigen sich in zum Teil heftig geführten Auseinandersetzungen: Auf der einen Seite die Diagnose vom „Ende der Geschlechter“ mit der Konsequenz, dass es – wenn überhaupt – tendenziell unendlich viele Geschlechter gibt; auf der anderen Seite die Unterstellung eines „Genderwahns“ mit der Forderung nach einem Zurück zu traditionellen Werten und Lebensformen. 

Im Mittelpunkt der 17. Fachtagung des AK Prävention Duisburg stehen Fragen danach, ob Pädagogik einen „Gender TÜV“ benötigt und wie das Thema „Geschlecht“ in der Arbeit verankert und bearbeitet werden kann. Gemeinsame Zielsetzung der in den Workshops vorgestellten Institutionen, Ansätze und Methoden ist es, Mädchen wie Jungen ein selbstbestimmtes Leben ohne Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Identität und Orientierung zu ermöglichen.

Heranwachsende leben in einer Gesellschaft mit einer Vielfalt gelebter Weiblichkeit und Männlichkeit im Alltag, zudem mit unterschiedlichsten Darstellungen von Geschlecht in Medien und Popkultur. Unabhängig davon, ob sie es beabsichtigen oder nicht, vermitteln Pädagog*innen in ihrer Arbeit Botschaften über Geschlecht an Kinder und Jugendliche, prägende Bilder, Normierungen und Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit. 

Um einen möglichst umfangreichen Einblick über die Institutionen und deren Angebote zu bekommen, können am Vormittag wieder 2 Workshops besucht werden. Nach der Mittagspause mit dem „Markt der Möglichkeiten“ folgt ein Vortrag von Susanne Lohaus – Retemeier und Selim Asar über die Arbeit von „HeRoes – gegen Gewalt im Namen der Ehre“. Wie immer besteht im Anschluss an den Vortrag die Möglichkeit, gemeinsam zu diskutieren.

 

Tagesablauf am 19.06.2018

09.00 Uhr

Begrüßung

09.30 – 11.00 Uhr

Erster Workshop nach Wahl

11.00 – 11.15 Uhr

Pause

11.15 – 12.45 Uhr

Zweiter Workshop nach Wahl

12.45 – 14.00 Uhr

Mittagspause und „Markt der Möglichkeiten“ (Darstellung von Vereinen und Institutionen)

14.00 – 16.30 Uhr

Vortrag mit Diskussion

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